Reden wir darüber

Das Blog von Thomas K. "Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst." [Voltaire]

Archiv für das Schlagwort “Schutz der Privatsphäre”

Michael Seemann ist mein Held!

Das ist zwar etwas ironisch, aber es ist schon was dran. Wer außer Michael Seemann, könnte in Kurzform (erstens, zweitens, drittens) präzise und lesbar zusammenfassen worum es bei dem Kampf für den Schutz der Privatsphäre nicht geht. Zumindest mir nicht.

Weiter geht es hier: http://tom-coal.com/?p=1374

Privat, Privatsphäre, post privacy

Wenn man diese Begriffe hört oder liest dann muss man sich doch fragen was sie eigentlich bedeuten. Anfangs mal eine Betrachtung zu den üblichen Thesen von Internet und Privatsphäre. Sozusagen ein technischer Teil.

Auslöser für diesen und die folgenden Artikel war unter anderem ein virtuelles Gespräch mit Martin Lindner über einen Artikel der das Thema behandelt. Es stellte sich uns die Frage was wir eigentlich unter privat und Privatsphäre verstehen. Eine Antwort gab es natürlich nicht, dafür ist das Problem zu komplex.

Ich möchte an dieser Stelle meine eigene Meinung äußern, andere Meinungen sind natürlich willkommen und erwünscht. Das Thema wurde nämlich meines Erachtens nach bisher vom Schwanz her aufgezäumt. Die meisten beschäftigen sich ja mit dem Schutz oder der Negierung der Privatsphäre ohne zu äußern was sie darunter verstehen.

Von meinen vorherigen Artikeln zum Thema ausgehend möchte ich noch mal auf meine Ansätze hinweisen.

Der erste Ansatz ist:

„Privat ist das, was ich nicht öffentlich machen will, nicht das was man nicht öffentlich machen kann.“

Warum sehe ich das als wichtig an?

Ich meine, dass es nicht an der technischen Entwicklung liegen darf welche Informationen über mich bekannt werden. Banal gesagt wäre es die gleiche Begründung wenn ein Einbruch in eine Wohnung nicht mehr bestraft wird weil die Entwicklung der Öffnungswerkzeuge sich weiter entwickelt hat.

Eine Verletzung der Privatsphäre setzt also für mich eine Aktivität voraus um das was ich nicht öffentlich machen will an die Öffentlichkeit zu bringen.

Das bedeutet aber andererseits, dass ich aktiv meine Privatsphäre wahren muss. Da besteht nun im Internet-Zeitalter eine Besonderheit. Informationen verbreiten sich schneller als je zuvor. Das ist die einzige Besonderheit.

Alles andere bleibt wie in der analogen Welt.

Ich vergleiche hier nochmals ganz banal, vielleicht allzu vereinfacht.

Soziale Netzwerke und Foren vergleiche ich einfach mit einem schwarzen Brett, einem Kneipentisch und/oder einem „vertraulichen“ Gespräch mit mehr als zwei Teilnehmern. Informationen die dort geteilt werden sind ungeschützt. Mögen die Betreiber auch noch so viele „Privacy Einstellungen“ anbieten. Diese Einstellungen verhindern nur in der ersten Stufe den Schritt in die Öffentlichkeit. Jeder Teilnehmer ist ein „Sicherheitsrisiko“ für die vertrauliche Information. Früher konnte er „schwatzen“, heute nennt man das „teilen“. Zwei Unterschiede gibt es dort zum analogen Leben. Meist ist der Personenkreis mit dem man vertrauliche Informationen teilt größer und die Freunde kannt man evt. nicht wirklich. Ansonsten geht die Verbreitung nur schneller vor sich.

Blogs und Webseiten sind Instrumente die für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Ohne Wenn und Aber! Gewähre ich nur einem begrenzten Personenkreis den Zugriff dann gilt dasselbe wie für die sozialen Netzwerke.

Was bleibt also übrig?

Im Internet die Email, die Cloud und das direkte Kommunizieren in der Form von Hangout und ähnlichem. In erweitertem Sinne natürlich mein PC und der Inhalt meiner Datenspeicher. die sind über die Internetanbindung ja auch zugänglich.

Hier vergleiche ich wieder mit dem analogen Leben. Die Email ist gleichzusetzen mit dem verschlossenen Briefumschlag, die Cloud und meine Datenspeicher mit dem angemieteten Lager und dem Aktenschrank und der Hangout mit dem Telefongespräch. Vernachlässigt man hier die Indiskretion der Teilnehmer am Hangout, dann erfordert die Informationsgewinnung aus diesen Teilen der Kommunikation ein aktives kriminelles Handeln.

Natürlich ist auch das hacken von Accounts in sozialen Netzwerken eine kriminelle Handlung. Aber ehrlich, wenn man die Meldungen über die dort von NSA & Co. gewonnenen Informationen liest, dann steht meist nicht eindeutig fest ob da etwas gehackt wurde oder ob einfach mitgelesen wurde weil die Informationen öffentlich verfügbar waren oder verfügbar gemacht wurden.

Mein Fazit hier ist, dass ich meine Privatsphäre abgrenzen muss. So weit abgrenzen, dass ein Eindringen in diese ein aktives kriminelles Handeln erfordert. Ob nun im analogen oder digitalen Leben.

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Als Nächstes werde ich über meine Vorstellungen vom Begriff meiner Privatsphäre schreiben.

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P.S. Meine Meinungen zu Big Data betrachte ich in einem späteren Artikel. Ebenso Anonymität und Pseudonymität.

Das „Supergrundrecht“ Sicherheit

welches unser Bundes-Innenminister beschworen hat wird oft verspottet samt seinem Erfinder. Mit Recht!

Erst einmal muss ich sagen, dass der gestrige Zwischenfall* auf dem Airport von Los Angeles natürlich alles Andere als belustigend war. Er war für die Betroffenen eine Katastrophe.

Aber, wenn ich nun unseren BIM und seine Fans fragen könnte, dann würde ich folgende Frage stellen.

Warum konnte dieser Anschlag nicht verhindert werden?

Sind diese doch der Meinung, dass durch die flächendeckende anlasslose Überwachung eine Verbrechensprävention (oder wie sie das auch nennen) erfolgt.

Der Airport von LA ist ja nun wirklich überwacht. Kameras an allen Ecken und Enden, Sicherheitspersonal an den Monitoren usw.

Trotzdem brachte ein Mann ein Sturmgewehr mit und konnte damit in dem Terminal um sich schießen. Hat niemand gemerkt bis es zu spät war.

Auch die Alarmglocken bei NSA & Co. haben nicht geschrillt im Vorfeld. Hat er sich nie zu seinem Hass auf die TSA und andere Behörden geäußert? Oder hat es nun keiner bemerkt?

Nun sage mir noch jemand, dass jede Verletzung unserer Privatsphäre durch das „Supergrundrecht“ gerechtfertigt ist.

Auf die Antwort wäre ich gespannt.

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P.S. Ich nehme an, es kommt nun in den USA der Ruf nach mehr Kameras, mehr Personal und Bewaffnung für die Beamten. Kann ich nicht ändern.

* Der verlinkte Artikel dient wie immer nur der Illustration. 

Dass ich die CSU und Horst Seehofer

einmal positiv bei der Frage „Schutz der Privatsphäre“ und der Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung erwähnen darf, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Es liegt mir allerdings fern sie nun schon als Mitstreiter im Kampf um Datenschutz zu bezeichnen, aber es ist ein Anfang.

Wichtig erscheint mir vor allem der nachfolgende Satz von Oliver Sürne*:

Tatsächlich ist äußerst fraglich, ob die Vorratsdatenspeicherung bei der Verbrechensbekämpfung hilft: Denn in der Zeit, als die Daten in Deutschland gespeichert und genutzt wurden, ging die Aufklärungsrate sogar zurück. [1]

Es scheint also, als ob meine Behauptungen richtig waren. Ich habe bereits mehrmals darüber geschrieben, dass die flächendeckende Überwachung und das Sammeln, Speichern und Verarbeiten von Daten nicht nur falsch sind – sie sind nutzlos.

Es werden zwar je nach Suchkriterien jede Menge Verdächtige oder Gefährdete gefunden. Die wirklichen Kriminellen oder Terroristen gehen aber in der Menge der Daten unter. Man denke nur an den Regensburger Kutscher. Für ihn trifft die Beschreibung in PRISM – das Bewegungsprofil zu. Natürlich wird man auf diesem Wege auch Schuldige finden, aber wer ist schon bereit als Eine/r von 100 Unschuldigen** sich einer dort geschilderten Behandlung zu unterziehen.

Ich vergesse aber nicht, dass es hier nur um die Vorratsdatenspeicherung geht. Die CSU und ihr Vorsitzender haben sich hier nicht zur NSA-Affäre geäußert. Die Begründung ist hier ganz einfach im Kosten-Nutzen-Verhältnis zu suchen und deckt sich nur zufällig mit unserem Anliegen.

Aber es ist ein kleiner Anfang.

Aus unerwarteter Richtung.

*Oliver Sürne ist Vorstand für Politik und Recht bei eco

** von 100 Unschuldigen ist eine Metapher, das wirkliche Verhältnis ist weitaus ungünstiger für die Verfechter der Vorratsdatenspeicherung.

 [1] http://www.glasfaser-foerderung.de/ftth-news/artikel/67502-eco-unterstuetzt-csu-vorstoss-zum-ende-der-buergerueberwachung/?utm_source=FTTH+Portal-21&utm_medium=twitter

Spott und Häme sind nicht angebracht

liebe Freunde. Angela Merkels Smartphone wurde durch die NSA abgehört und die ganze Netzgemeinde überschlägt sich vor lauter Schadenfreude.

Finde ich nicht gut.

Angela Merkel ist eine Bürgerin dieses Staates und hat somit Hilfe beim Schutz ihrer Privatsphäre verdient. Ja auch sie hat Anspruch auf unsere Unterstützung. Also unterstützen wir sie doch endlich.

Wie soll das geschehen? Ich persönlich lade sie ein.

Sehr geehrte Frau Merkel,

mit Bestürzung habe ich gelesen, dass Sie von einem ausländischen Geheimdienst abgehört wurden. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, mein Name ist Thomas Köhler (@tom_coal). Wir sind fast im gleichen Alter und stammen beide aus der DDR. Vielleicht haben wir ja unterschiedliche Erfahrungen mit der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit gemacht, aber einig sind wir uns gewiss darüber, dass so etwas nie wieder geschehen darf.

Ich habe mich für den Eintritt in die Piratenpartei entschieden, das wird Ihnen auf Grund Ihrer Verpflichtungen wohl nicht möglich sein. Aber es gibt auch andere Wege für eine Privatperson für den Schutz ihrer Privatsphäre zu kämpfen. Gern lade ich Sie zu einem Treffen des Bündnis Privatsphäre Leipzig ein. Alternativ steht Ihnen zur Meinungsäußerung auch mein Blog zur Verfügung. In einem Gastbeitrag dürfen Sie sich jederzeit über die Eingriffe in Ihre Privatsphäre und Ihren Unmut über dieselben äußern.

Trotz all des Spottes in den verschiedenen Internetforen, werden gewiss auch andere überparteiliche Organisationen Sie dabei unterstützen.

Der Schutz der Privatsphäre, für den wir kämpfen, gilt natürlich auch für Sie.

Sollten Sie oder Personen aus Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld sich also betroffen fühlen. Scheuen Sie sich nicht auf uns zu zugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Köhler

P.S. Meine Einladung ist privater Natur, nicht im Auftrag einer Organisation oder Partei. Da mir Ihre Privatadresse nicht bekannt ist, sende ich diesen Brief an Ihre Arbeitsstelle. Sollte dieser Brief Sie nicht erreichen, irgendjemand wird die Veröffentlichung im Internet lesen und Sie informieren.

5 Tage nach der Wahl

geht es nun schon wieder hoch her, nach dem Motto Nach der Wahl ist vor der Wahl. Dabei weiß der Wahlsieger noch nicht einmal wie er regieren will oder kann.

Die Wahlanalyse ist ein Witz, wenn auch ein schlechter.

Die Verlierer, ich schließe hier niemanden aus, beschimpfen den Wähler, den Wahlsieger, reden teilweise sogar von Wahlbetrug und treten reihenweise zurück. Der Boulevardjournalismus hat Hochkonjunktur, erklärt die AfD zur „neuen Kraft“, die Piraten zum „Auslaufmodell“ und die FDP wird, wenn überhaupt erwähnt, geradezu beerdigt.

Was ist aber eigentlich bei dieser Wahl geschehen?

Meine eigene Meinung ist – nichts.

Zumindest nicht viel. Die CDU hat gewonnen weil ein großer Teil der Bürger keine Lust auf Experimente hat. Ja ich sage Experimente, weil keine andere Partei eine glaubhafte und fundierte Alternative vorgelegt hat. Die CDU hat auch nichts vorgelegt, aber sie regiert halt.

Fangen wir doch mal mit der Forderung nach Mindestlohn (SPD, Linke, Grüne und Piraten) an.

Keiner hat gesagt wie er sich das genau vorstellt. 8,50 € bis 10,00 €, warum hat das nicht gezogen? Weil es eine plakative Forderung war. Weil niemand glaubt, dass es nicht zu Preissteigerungen führt, die das „zusätzliche Einkommen“ wieder auffressen.

Natürlich gibt es hochwissenschaftliche Analysen, aber niemand hat sie in verständliche Worte gefasst. Ehrlich gesagt glaube ich, dass nicht einmal die Propagandisten des Mindestlohnes diese Analysen verstehen.

Machen wir doch einen kleinen (gedanklichen) Versuch. In einem Hotel mittlerer Preisklasse legen wir eine Umfrage aus. Dort soll der Gast sich äußern ob Zimmerfrauen einen Mindestlohn von 10,00 € für ihre schwere Arbeit erhalten sollen. Viele werden zustimmen, ich denke sogar der überwiegende Teil. Teilen wir diesen aber danach mit, dass sie wegen des Mindestlohnes nun für das Zimmer pro Nacht 1,00 € mehr bezahlen sollen, dann hat sich das meist erledigt.

Merke: Jeder Euro hat zwei Seiten.

Das ist aber nur die Auswirkung bei Erfüllung der plakativen Forderung ohne Änderung des Systems. Vor dieser scheuen aber alle Parteien zurück.

Ich bin nicht gegen Mindestlohn, befürworte ich diesen aus durchaus persönlichen Gründen sogar sehr. Aber ich sehe, dass genau diese Situation eintritt. Du bekommst mehr Geld und alles wird teurer. Also hier herrscht Erklärungsbedarf.

Stoppt die Rüstungsexporte (Linke, Grüne, Piraten) ist ein ebensolches Thema. Nicht der Fakt, nein die Ausführung muss erklärt werden. Rheinmetall, KMW (Krauss-Maffei Wegmann) und andere sind nicht nur Hersteller von Waffentechnik, dort arbeiten auch viele Bürger. Die wählen niemanden der den Rüstungsexport verbieten will ohne ihnen zu sagen was mit ihren Arbeitsplätzen passiert. Und das muss auch plausibel sein. Eine Meinung die ich gelesen habe „Die Waffenindustrie wird so hoch subventioniert, den Leuten können wir ihr Gehalt aus den Subventionen zahlen“ ist destruktiv. Der dies äußerte dachte nicht daran, dass es tatsächlich Bürger gibt die arbeiten wollen. Nicht nur Geld bekommen wollen.

Umweltschutz (Grüne) ist allgemeines Thema aller Parteien. Somit mussten die Grünen bei der Rückbesinnung auf ihre Wurzeln härtere Töne anschlagen. Statt darauf aufmerksam zu machen was alles bereits erreicht wurde (das ist seit Auftauchen der Grünen wirklich nicht wenig), wurde die drohende Umweltkatastrophe angedroht und weitere Verbote und Restriktionen gefordert. Der sozialpolitische Wahlkampf war ein Witz. Bei Plakaten wie „Mensch vor Bank“ und „Meine Mudda wird Chef“ drängte sich mir immer der Gedanke auf, ich müsse darunter schreiben „was ist mit Mensch in Bank“ und  „Meine Mudda wird ihre Angestellte“ weil nicht alle „in Bank“ Banker sind und die „Chef-Mudda“ ja mindestens eine „Angestellten-Mudda“ haben muss. Ich habe mir den „Sinn“ der Plakate mal erklären lassen, aber er erschloss sich mir nicht wirklich.

Schutz der Privatsphäre, das originäre Thema der Piraten, reichte nicht. Nicht weil es nicht wichtig ist sondern weil es größtenteils auf die Überwachung durch die Geheimdienste beschränkt wurde. Leider gelang es nicht dieses Thema so zu kommunizieren, dass der Bürger sich wirklich betroffen fühlte. Was er ja auch ist. Ich habe bewusst „Schutz der Privatsphäre“ statt „Überwachungsskandal“ gewählt. Letzterer Ausdruck war eben nicht ausreichend. Der Bürger fühlt sich vom Geheimdienst nicht bedroht. Aber die eigentliche Bedrohung liegt ja im Sammeln und Verwerten der Daten nicht nur durch die Geheimdienste. In einem Artikel habe ich die Auswirkungen mal, etwas satirisch, beschrieben. Selbst die Verarbeitung von bloßen Bewegungsdaten kann und wird Auswirkungen für jeden haben. Im Job, familiär, beim Abschluss von Versicherungen, bei gesellschaftlicher und politischer Arbeit und anderswo. Aber auch das muss erst mal kommuniziert werden. Auch die Tatsache, dass wir vielleicht nicht das Sammeln dieser Daten verhindern, wohl aber ihre Verwendung kontrollieren können.

Die AfD brachte nun keine originären Inhalte in den Wahlkampf ein. „Raus aus dem Euro“ reichte aber für 4,7 %. Warum wohl? Weil die FDP versagte – sie brachte als Regierungspartei nichts mit. Der konservative FDP Wähler suchte nun eine neue Heimat. Hätte er CDU wählen wollen, dann hätte er dies wohl schon vorher getan. Also nahm er das ihm am nächsten Stehende. Das wirtschaftsfreundliche, wenn auch nicht im Wortsinne liberale. Für den Bürger reichte es aber nicht, dass ein Professor ein vermeintlich wissenschaftlich gestütztes Ausstiegsszenario aus dem Euro als Allheilmittel propagierte. Ich sehe die AfD nicht als Problem für die Demokratie. Problematisch ist jedoch die mediale Anstrengung diese in die rechte Ecke zu stellen. Das ist eine Unterstützung für die nächsten Wahlkämpfe.

Der Bürger hielt sich lieber an Merkel. Die schönste Begründung eines CDU-Wählers für mich war „Weil sie eine gute Mutti ist.“ Das hat scheinbar gereicht.

Was ist also zu tun?

Als Ingenieur sage ich „Zurück ans Reißbrett“.

Den Entwurf neu gestalten. Verständlich für den Bürger. Die Herausforderung wird sein „komplizierte Zusammenhänge in einfachen Worten zu erklären“.

Das fängt an mit banalen Dingen.

„Privatsphäre“ statt „Privacy“, „Stoppt Überwachung“ statt „Stop watching us“ – das wäre schon mal ein Anfang. Das versteht auch die Oma die kein Internet hat.

Aber das eigentliche Zauberwort heißt Kommunikation.

Reden statt Überreden, Fragen beantworten statt Parolen – einfach den Bürger ernst nehmen, mit all seinen Befindlichkeiten und Ängsten.

Das wünsche ich mir.

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